... ist meistens nicht romantischer Natur.
Es ist nicht gerade so, das Schlaflosigkeit zu den wundervollen Zuständen zählt - man ist nicht wach, weil man es sein will, sondern weil man es muss, weil es nicht anders geht. Es treibt einen nicht aus dem Bett, sondern man kann einfach den Weg in solches nicht finden.
Und auch wenn die Nacht eine gewisse Faszination ausübt - für jeden Schlaflosen ist sie ein nächtlich wiederkehrender Alptraum: völlig schlapp, schlaff und ausgelaugt, müde (und übermüdet) hofft man nur noch, das einem die Augen so derb zufallen, das man einfach im Sitzen einschläft. Auch ohne Bett.
Mit den Jahren, die die entromantisierte Vorstellung der Nacht - mit schimmerndem Mondschein, lachenden Vollmond, träge lächelndem Sichelmond, gütigem Halbmond, funkelden, glitzernden Sternchen, samtweichem, dunkelblauem bisweilen verwaschenem, violettfarbenem Nachthimmel - abnimmt, desto mehr wächst die Erfahrung, das es das alles nicht gibt. Dichter, Poeten, Liedermacher und Schreiberlinge mögen dem allem noch etwas abgewinnen, aber die Realität sieht doch anders aus:
in den Städten herrscht eine Lichtverschmutzung sondersgleichen - ich erinnere mich, das ich das letzte mal Sterne sah, als ich ungefähr 10 Jahre alt war. Das liegt nun vierzig Jahre zurück. Doch nicht nur die Straßenlaternen, die ständige Dauerbeleuchtung auf uns herabrieseln lassen, bringt den natürlichen Schlaf-Wach-Rythmus durcheinander, ebenso die immerzu blinkenden Lichtpünktchen aller technischen Geräte, die wir daheim als so bequem empfinden. Sei es nun der TV, der Rechner, das Telefon - bei vielen natürlich auch das allzeit bereite Handy - die Box vom Internet-Anbieter...
Statt Schafe zählen, um einzupennen, kann man doch heutzutage die Lichtlein zählen, die in einem einzigen Raum erstrahlen. Und das ganz ohne Weihnachten!
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